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Un-Label-Handbuch "Innovation Vielfalt - Neue Wege in den darstellenden Künsten Europas"

06.09.2017
Detail des Titelmotivs
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Beim internationalen Kulturprojekt "Un-Label – Neue inklusive Wege für die darstellenden Künste" befassen sich über einem Zeitraum von zwei Jahren rund 100 Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung aus ganz Europa mit neuen inklusiven und innovativen Möglichkeiten der darstellenden Künste. Un-Label bedeutet "nicht abstempeln" und wendet sich an Menschen, die in unserer europäischen Gesellschaft oft negativ gezeichnet werden. Hierzu will das Kulturprojekt einen Gegenpol schaffen. Nun ist das Un-Label-Handbuch erschienen:

Innovation Vielfalt - Neue Wege in den Darstellenden Künsten Europas
Das Handbuch zur inklusiven Kunst- und Kulturarbeit mit Essays, Best Practices und Checklisten

Zum Inhalt:

Durch die verschiedensten Beiträge aus unterschiedlicher Perspektive, wird im ersten Kapitel ein umfassender Blick auf das zweijährige Modellvorhaben geboten. Außerdem werden weitere 10 Best Practice Portraits aus ganz Europa vorgestellt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Bewusstsein für die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu schärfen, Unterschiede als Norm zu begreifen und als Quelle kreativen Schaffens wertzuschätzen. Im drittel Kapitel erhalten Sie Informationen zu gegenwärtigen Kriterien zur Reduktion von Barrieren sowie eine Checkliste, die Ihnen bei der eigenen praktischen Planung und Durchführung zukünftiger Projekte eine Hilfestellung bieten soll. Abschließend enthält dieses Handbuch eine Zusammenstellung europäischer Akteure, die sich als Impulsgeber und Experten in der inklusiven Kulturszene einen Namen gemacht haben.

Zum Hintergrund:

Menschen mit Behinderung werden bisher im europäischen Kunst- und Kultursektor kaum bis gar nicht repräsentiert. Es findet damit der Ausschluss einer Gruppe der Gesellschaft statt, sowohl als Kunst- und Kulturschaffende als auch als Rezipienten. Dieser Zustand ist umso bemerkenswerter, da Deutschland im Jahr 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben hat. Sie stellt klar, dass Menschen mit Behinderungen ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe besitzen. Das gilt auch für Kunst und Kultur.

Das neue Handbuch bietet allen Akteuren der Kunst- und Kulturszene eine wertvolle Hilfestellung, sich der Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu öffnen. Denn durch Kunst und Kultur können neue Formen der Auseinandersetzung über die Bedeutung von Behinderung entstehen. Inklusion entwickelt Form und Inhalt von Kunst und Kultur weiter und trägt zur innovativen Veränderung unserer Kulturlandschaft bei.

In verschiedenen Beiträgen zeigt das Buch einen umfassenden Blick auf das zweijährige Modellvorhaben Un-Label. Organisatoren, Künstler und Beteiligte schildern aus ihrer Perspektive, wie sie Un-Label erlebt haben und was das Projekt für sie gebracht hat.

Außerdem werden zehn Best Practice-Portraits aus ganz Europa vorgestellt, darunter aus Großbritannien, Schweden, der Schweiz, Belgien, Portugal, Italien, Madeira und Deutschland. Sie eint die Idee und Überzeugung, das Bewusstsein für die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu schärfen, Unterschiede als Norm zu begreifen und als Quelle kreativen Schaffens wertzuschätzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem professionellen künstlerischen Wirken von Menschen mit Behinderung und den Schwierigkeiten ihrer Teilhabe. So werden viele Informationen zu gegenwärtigen europäischen Kriterien zur Verringerung von Barrieren im Kulturbereich gegeben.

Das Handbuch ermutigt dazu, eigene Kulturprojekte im inklusiven Kontext zu schaffen. Checklisten bieten eine Hilfestellung bei der eigenen praktischen Planung und Durchführung zukünftiger Projekte. Abschließend gibt es eine Zusammenstellung von über 100 europäischen Akteuren, die sich als Impulsgeber und Experten in der inklusiven professionellen Kulturszene einen Namen gemacht haben.

Das Handbuch steht als kostenloses, interaktives PDF in Englisch und Deutsch zur Verfügung und kann auf Anfrage auch als Druckversion bestellt werden.

Über das Projekt Un-Label

Beim internationalen Kulturprojekt Un-Label – Neue inklusive Wege für die darstellenden Künste, befassen sich über einem Zeitraum von zwei Jahren rund 100 Künstler mit und ohne Behinderung aus ganz Europa mit neuen inklusiven und innovativen Möglichkeiten der darstellenden Künste. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen verschiedener Workshops, einer Künstlerresidenz und einer großen multidisziplinären Tanztheaterproduktion, die als nationales und internationales Gastspiel auf bekannten Festivals präsentiert wird. Un-Label ist ein Kooperationsprojekt mit Partner aus England, Griechenland, der Türkei und Deutschland.

Weitere Informationen

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Kategorie: 
Allgemeine News
Enthalten in

Region: Europaweit, Bundesweit | Sparte: Interdisziplinär, Soziokultur, Tanz, Theater | Thema: Altersübergreifend | Textsorte: Neuerscheinung |