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Save the Date / Call for Projects: Tagung & Festival "Interventionen. Diversity in Arts and Education", 22.-24.6.2017 in Berlin

04.04.2017

Die Kulturprojekte Berlin GmbH lädt ein und ruft zur Einreichung von Projekten auf: 

Tagung & Festival "Interventionen. Diversity in Arts and Education"

Termin: 22.-24.6.2017

Ort: Podewil, Klosterstr. 68 in Berlin-Mitte

 

Aus der Ankündigung:

Der sogenannte Willkommenssommer 2015 hat die gesellschaftspolitische Debatte wie kein zweites Ereignis in den letzten Jahren bestimmt und Politik und Gesellschaft herausgefordert. Auch der Kulturbereich ist davon berührt: Viele Kunstprojekte und Projekte der Kulturellen Bildung befassten sich mit dem Thema Flucht.

Die Interventionen reagierten 2015 mit dem Themenschwerpunkt Refugees in Arts & Education darauf, in dem sie eine Plattform für Projekte von und mit geflüchteten Teilnehmenden boten. 2016 wurde diese Schwerpunktsetzung weiterentwickelt: Der Fokus lag nunmehr auf der Arbeit von Selbstorganisationen, Menschen mit Migrationserfahrung und/oder Fluchtgeschichte in der Kulturellen Bildung und Kunstpraxis, um die strukturelle Dimension von institutionellen Ausschlüssen zu beleuchten.

In diesem Jahr steht im Mittelpunkt der Interventionen die Frage, was sich aus dem vielfältigen sozialen und künstlerischen Engagement von Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen entwickelt hat. Und trotz positiver Beispiele wird eines deutlich: Der Kulturbetrieb hat sein grundsätzliches Selbstverständnis im Umgang mit Diversität bisher nur bedingt verändert. Die mangelnde Vielfalt in künstlerischen Führungs- und Entscheidungspositionen vieler Einrichtungen ist weiterhin Realität. Die Hoffnung, dass der lange Sommer der Migration die lang ersehnten Öffnungs- und Diversifizierungsprozesse im Kulturbetrieb in Gang setzen und eine tatsächliche Öffnung der Institutionen gegenüber bisher marginalisierten Perspektiven ermöglichen würde, hat sich –  zumindest bislang – nicht erfüllt.

Die Interventionen 2017 machen sich daher erneut auf die Suche nach beispielhaften diskriminierungskritischen Ansätzen im Kulturbereich, die sich dem Aufbau nachhaltiger Strukturen verschrieben haben. Betrachtet und analysiert werden Strategien und Methoden, die die Diversität in Personal, Publikum und Programm befördern sowie Zugänge für Selbstrepräsentation marginalisierter Akteurinnen und Akteure und damit Räume und Plattformen für Empowerment und Entfaltung einer machtkritischen Kunstpraxis schaffen.

Die Interventionen möchten damit Freiräume für eine reflektierte Praxis bieten, gemeinsame Handlungsperspektiven aufzeigen und den Transfer gelungener Aktivitäten und Methoden in die Praxis unterstützen.

Bundesweiter "Call for Projects" 

Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, die intersektionale, diskriminierungskritische und empowernde Methoden und Ansätze im Kulturbereich entwickelt und angewandt haben und sich auf die o.g. Schwerpunkthemen beziehen, sind herzlich eingeladen. Diese können im Rahmen eines Workshops, einer Kurzpräsentation oder eines künstlerischen Beitrags vorgestellt werden. Bewerbungsschluss ist der 14. April 2017.

Weitere Informationen zum Programm und zum "Call for Projects"

www.interventionen-berlin.de

 

Kategorie: 
Allgemeine News
Enthalten in

Region: Berlin | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Altersübergreifend | Textsorte: Veranstaltungshinweis |