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Neues Landeshochschulgesetz in Baden-Württemberg

09.11.2013
Protest in Trossingen. Foto: Staatliche Musikhochschule Trossingen

Das Land Baden-Württemberg sorgt in Sachen Kunsthochschulpolitik derzeit für Schlagzeilen. Bereits seit Monaten schlägt die Diskussion um das im Juli vom Kunstministerium veröffentlichte Sparkonzept für die Musikhochschulen hohe Wellen. Betroffen wären davon im Wesentlichen die Standorte Mannheim und Trossingen. Massiven Protest gab und gibt es aus allen Richtungen.

Ebenfalls im Juli machte der Landesrechnungshof den Vorschlag, die Freiburger Außenstelle der Kunstakademie Karlsruhe mit etwa 50 Studierenden aufzugeben und nach Karlsruhe zu verlagern. Das Kunstministerium unterstützte den Rechnungshof-Vorschlag. Die Außenstelle wurde daraufhin vom Deutschen Kulturrat auf seine „rote Liste gefährdeter Kultureinrichtungen“ gesetzt, eine Petition gegen die Schließung läuft.

Aktuell nun wird ein neues Landeshochschulgesetz diskutiert. Dieses sieht unter anderem eine Verpflichtung der Hochschulen vor, für Aufnahmeprüfungen im Zusammenhang mit künstlerischen Studiengängen Gebühren zu erheben. „Verliert die Kulturpolitik in Baden-Württemberg ihren Kompass?“, fragte daraufhin der Deutsche Kulturrat in einer Pressemeldung. Baden-Württemberg wäre das einzige Bundesland, in dem die Kunst- und Musikhochschulen zukünftig Prüfungsgebühren verlangen müssten. Dies wäre auf der einen Seite ein Wettbewerbsnachteil, auf der anderen Seite könnte, so Kulturratsgeschäftsführer Olaf Zimmermann, dieses schlechte Vorbild Nachahmer in anderen Ländern finden. Der Kulturrat hat die Landesregierung daher aufgefordert, auf diese Verpflichtung zu verzichten.

 

Enthalten in

Region: Bundesweit, Baden-Württemberg | Sparte: Bildende Kunst, Musik | Thema: Aus- und Weiterbildung | Textsorte: Meldung |