Kultur bildet.

Das Portal für kulturelle Bildung.

Gipfel „Inklusion – Die Zukunft der Bildung“ 2014 in Bonn

05.12.2013

Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) hat Bund, Länder und Kommunen aufgefordert, die Vorbehalte in den Schulgesetzen der Länder gegenüber Inklusion aufzuheben. Daran erinnerte sie anlässlich des  Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. Die Kommission forderte zudem die zügige Erarbeitung von Aktionsplänen zur inklusiven Bildung und die planvolle Überführung von Sonderschulen in das allgemeine Schulwesen. 

„In Deutschland besucht nur jeder vierte Schüler mit besonderem Förderbedarf eine allgemeine Schule. Wir haben im internationalen Vergleich einen deutlichen Nachholbedarf“, sagt Ute Erdsiek-Rave, Vorsitzende des DUK-Expertenkreises „Inklusive Bildung“. In vielen Ländern Südeuropas und Skandinaviens sei inklusive Bildung bereits weit umgesetzt: dort gingen weniger als ein Prozent aller Schüler in gesonderte Bildungseinrichtungen. „Wir sollten Inklusion als Chance auf eine bessere Gesellschaft verstehen, in der nicht ausgegrenzt und abgeschoben wird, sondern alle Menschen ihre Potenziale entwickeln können. Inklusive Bildung ist gute Bildung“, so Erdsiek-Rave.

Um die Umsetzung von inklusiver Bildung voranzutreiben, veranstaltet die Deutsche UNESCO-Kommission mit neun Partnern am 19. und 20. März 2014 den Gipfel „Inklusion – Die Zukunft der Bildung“ in Bonn. Er richtet sich an Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bildungseinrichtungen. Auch junge Menschen erhalten die Chance, sich aktiv in den Gipfel einzubringen. Die Deutsche UNESCO-Kommission ruft Schüler, Studierende und Auszubildende dazu auf, sich um die Teilnahme an einem Jugendforum am Vortag der Konferenz zu bewerben.  

Bewerbungsmöglichkeiten für Jugendliche um eine Teilnahme an dem Gipfel finden Sie hier.

 

Enthalten in

Region: Bundesweit | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Aus- und Weiterbildung | Textsorte: Veranstaltungshinweis |