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Erster Kulturbericht des Landes Schleswig-Holstein

29.08.2013

Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein, hat den ersten Kulturbericht des Landes veröffentlicht. Mit einem „Blick hinter die Kulissen“ wolle man zeigen, wofür Fördermittel des Landes verwendet würden, schreibt die Ministerin zu Beginn des Berichts. Kunst- und Kulturschaffende bildeten eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens in Schleswig-Holstein. „Kunst und Kultur tragen in hohem Maße zur Qualität des Lebens in Schleswig-Holstein bei“, so die Ministerin. Und: „Die Rahmenbedingungen für eine möglichst breite Teilhabe an Kunst und Kultur zu schaffen, ist eine zentrale Aufgabe von Kulturpolitik.“

Auf 17 Seiten werden im Anschluss die Parameter der Kulturpolitik des Landes erläutert. Zu den erklärten Schwerpunkten der Landesregierung zählen dabei neben dem Engagement für das kulturelle Erbe und der Stärkung von Kulturtourismus und Kreativwirtschaft auch die Förderung der ästhetischen Bildung und die kulturelle Teilhabe. Die Landesregierung habe die kulturelle Kinder- und Jugendbildung zu einem ihrer Schwerpunkte erklärt, ist im Bericht zu lesen. Dabei gehe es zentral auch um die Weiterentwicklung von Kooperationen und Vernetzungen, insbesondere von schulischen und außerschulischen Einrichtungen sowie Initiativen und Projekten. Betont wird auch die Bedeutung soziokultureller Zentren. Für die Vernetzung von Schule und Kultur seien im Ministerium bereits die „nötigen organisatorischen und personellen Voraussetzungen“ getroffen worden.

Der Förderbetrag für die kulturelle Bildung wird mit 335,3 T€ veranschlagt, davon gehen 147,3 T€ an spartenübergreifende Kulturprojekte, 38 T€ an die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, und 150 T€ sind für die „Kulturelle Jugendbildung“ vorgesehen (Zuwendungen u.a. für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur, die Servicestelle „Kultur macht stark“ oder die Museumscard). 2014, so wird angekündigt, soll das „Jahr der Kulturellen Bildung“ werden.

Im Anschluss widmet der Bericht sich dem Thema „Kulturelle Erwachsenenbildung“. „Was Hänschen lernt, lernt Hans allemal“, heißt das Motto. Kulturelle Bildung sei ein lebensbegleitender Prozess der Anregung und Stimulation. Rund 150 Einrichtungen der kulturellen Erwachsenenbildung erreichten an über 230 Standorten pro Jahr über eine Million Menschen im Land. Explizit genannt wird das Angebot der Volkshochschulen und Bildungsstätten.

Ein Überblick über die finanzielle Seite der Kulturförderung rundet den Bericht ab. Nachzulesen ist er hier.  

Enthalten in

Region: Schleswig-Holstein | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Altersübergreifend, Außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Erwachsenenbildung, Frühkindliche Bildung, Schulische Bildung, Seniorenbildung | Textsorte: Bericht |