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BKM-Preisträger: Kultur.Klassen in Bamberg

09.10.2013
Kultur.Klassen. Foto: photocase.com: froodmat

Zehn Projekte standen auf der Nominierungsliste für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ des Kulturstaatsministers Bernd Neumann. Er zeichnet mit diesem Preis beispielhafte Projekte der kulturellen Vermittlung aus. Hier ein Porträt der Kultur.Klassen des Kultur- und Schulservice Bamberg:

Der Kultur- und Schulservice Bamberg (KS:BAM) wurde im Januar 2007 gestartet. Er versteht sich als kommunaler Baustein für ein landesweites Netzwerk mit dem Ziel, das Bildungswesen weiter zu entwickeln. Auf der Internetplattform des KS:BAM werden kulturpädagogische Angebote für Kindertagesstätten und Schulen in einer Projektdatenbank gebündelt. Dort können sich Interessierte kulturelle Bildungsangebote aus unterschiedlichen Sparten auswählen und Kooperationspartner suchen. Seit September 2010 läuft außerdem das Pilotprojekt Kultur.Klassen, das es in diesem Jahr auf die Nominierungsliste des BKM-Preises Kulturelle Bildung schaffte und damit ein Preisgeld von 5.000 Euro erhielt. Ziel des Projekts ist es, kulturelle Bildung längerfristig im Kindergarten- und Schulalltag zu verankern – durch die Zusammenführung von Schülerinnen und Schülern bzw. Schulklassen und praktizierenden Künstlerinnen und Künstlern. Neben dem Kulturamt Bamberg sind der Fachbereich Kultur und Sport des Landkreises Bamberg im Boot; die Kultur.Klassen stehen außerdem unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Ludwig Spaenle.

Ganz pragmatisch koordiniert der KS:BAM mit diesem Projekt sein Angebot der Vernetzung und will damit den unterschiedlichen Anforderungen an verschiedenen Schulen Rechnung tragen. Die Kultur.Klassen werden in verschiedenen Formen, innerhalb einer Klasse oder einer Jahrgangsstufe angeboten. Die Umsetzungen erfolgen in unterschiedlichster Weise, sei es im Regelunterricht, innerhalb der Ganztagsschule, oder als Pflichtfach „Projekt“.

Zu Beginn der Pilotphase im Jahr 2010 ging es zunächst vor allem darum, Erfahrungen mit dem Zusammenspiel von Schule, Kulturschaffenden und Kulturamt zu sammeln. Im September 2012 wurde das Projekt mit dem Mixed-Up Preis der BKJ ausgezeichnet. Nach der zweijährigen Pilotphase konnte dann die Weiterführung des Projekts im Schuljahr 2012/2013 sichergestellt werden. Eine Evaluierung des Gesamtprojekts durch das Institut für Pädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg ist bereits vorgesehen.

Was bedeuten die Kultur.Klassen nun konkret? Die Webseite des KS:BAM stellt erfolgreiche Beispiele vor: Darunter ist der Ausflug einer Kita zum Musikzentrum Bamberg und eine Instrumententour oder ein Theaterworkshop für Kinder einer ersten und zweiten Klasse, in dem diese eine zuvor gehörte Geschichte nachspielten. „Malen kann jeder“ lautet der Titel eines Impro-Kunst Workshops, der verschiedene Maltechniken und -werkzeuge nicht nur vorstellt, sondern auch zum Mit-Malen einlädt. Eine Autorenlesung gehört ebenso ins Repertoire der Kultur.Klassen wie der Besuch eines Zauberworkshops mit anschließender Aufführung der erlernten Zauberkunst. Organisation, Moderation und künstlerische Gestaltung der Preisverleihung des C.C. Buchner-Preises waren der Inhalt einer Kultur.Klasse für die Älteren: Schüler der 12. Klasse erklärten sich im Jahr 2011 für diese Verleihung verantwortlich. Eine weitere Klasse machte einen Probenbesuch bei den Bamberger Symphonikern, schließlich gab es eine Trommelwerkstatt für eine erste Grundschuolklasse. Diese und weitere Beispiele zeigen, wie vielfältig die hier geschaffenen Kooperationen zwischen Schulklassen und Künstlern sein können. Weitere Informationen zu dem vom BKM ausgezeichneten Projekt gibt es hier.

Enthalten in

Region: Bundesweit, Bayern | Sparte: Interdisziplinär | Thema: Außerschulische Kinder- und Jugendbildung, Frühkindliche Bildung, Schulische Bildung | Textsorte: Ausschreibungen |