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3 Fragen an Prof. Dr. Martina Schuegraf, Studiengangsleiterin "Digitale Medienkultur" an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam

27.06.2017

Bei unserem 10. Dialogforum zur Kulturellen Bildung in der Digitalen Gesellschaft am 6. Juli in Berlin wird auch Prof. Dr. Martina Schuegraf, Studiengangsleiterin "Digitale Medienkultur" an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Ulrike Plüschke von der "Kultur-bildet."-Redaktion hat sie im Vorfeld der Veranstaltung interviewt:

Ulrike Plüschke: Was lernen Studierende im von Ihnen geleiteten Bachelor-Studiengang "Digitale Medienkultur"?
Prof. Dr. Martina Schuegraf: Der BA-Studiengang „Digitale Medienkultur“ ist ein grundständiger medien- und kommunikationswissenschaftlicher Studiengang und vermittelt einen breiten Einblick in die Welt der digitalen Medien. Dazu gehören sowohl Kenntnisse über Medienkultur und die gesellschaftliche Bedeutung digitaler Medien, über Medientheorie und Medienforschung, Dramaturgie, Produktion sowie die Marktsituation und Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien als auch Grundlagen im Umgang mit digitaler Medientechnik. Ob zunehmende Konvergenz, Interaktivität und Partizipation, 3-D Effekte oder Virtual Reality – die Implementierung digitaler Technologien und die damit einhergehenden Gebrauchsweisen von audiovisuellen Inhalten auf diversen digitalen Plattformen sind Gegenstand des Studiums. Dementsprechend beschäftigen wir uns auch mit gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Auswirkungen des Medienwandels durch eine digitale Medienkultur. Hier stellen sich Fragen wie:

  • Was treibt den aktuellen Medienwandel an?
  • Wie entwickelt man innovative Formate und Inhalten für neue mediale Plattformen?
  • Wie verändern sich die Nutzungsgewohnheiten?
  • Welche rechtlichen und wirtschaftlichen, aber auch formal-ästhetischen und inhaltlichen Fragen entstehen aus der Digitalisierung?
  • Worin liegen ihre kulturellen und kreativen Potenziale und Gefährdungen?

Seit wann gibt es den Studiengang und welche Berufsbilder streben die Studierenden an?
Für den Studiengang "Digitale Medienkultur" sind zum Wintersemester 2012 das erste Mal Studierende aufgenommen worden. Somit haben wir noch nicht allzu viele Erfahrungen mit der anschließenden Arbeitssituation von Studienabsolventinnen und -absolventen. Viele streben auch einen Master nach dem Bachelorstudium an. Neben der Möglichkeit zur Aufnahme eines Masterstudiums liegen mögliche Tätigkeitsfelder in Redaktionen von Distributionsplattformen, Fernsehsendern und Produktionsfirmen mit einer Ausrichtung auf digitale Medien. Zudem erwerben die Studierenden redaktionelle Fähigkeiten für die Mitarbeit bei der Erstellung multimedialer sowie digitaler Plattformen und Archive. Außerdem werden sie für die wissenschaftliche Mitarbeit in Einrichtungen der angewandten Markt- und Medienforschung ausgebildet.

Sie sind Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.. Was macht die GMK und welche Ziele verfolgt sie?
Die GMK ist der größte medienpädagogische Dach- und Fachverband für Institutionen und Einzelpersonen in Deutschland. Sie setzt sich als bundesweiter Fachverband der Bildung, Kultur und Medien für die Förderung von Medienpädagogik, Medienkompetenz und Medienbildung ein und fungiert als Plattform für Diskussionen, Kooperationen und neue Initiativen. Eine herausragende Stärke der GMK ist, dass in dem Verein sowohl Praktikerinnen und Praktiker als auch Theoretikerinnen und Theoretiker organisiert sind und hierdurch ein intensiver Praxis-Wissenschafts- bzw. Forschungsaustausch befördert wird. Unter anderem geht es der GMK um die Förderung medialer Beteiligung, Kreativität und Kritikfähigkeit. Sie setzt sich dafür ein, dass alle gesellschaftlichen Gruppen darin unterstützt werden, kreativ und kritisch mit Medien umzugehen. Die GMK wirkt in politischen Gremien mit, entwickelt Konzepte und berät im Kontext von Jugendschutz, Kultur-, Bildungs- und Jugendpolitik. Dabei bezieht sie auch Stellung in aktuellen medienpädagogischen Debatten. Zudem vergibt sie den Dieter-Baacke-Preis an herausragende Projekte der Medienarbeit. Der Preis wird mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben. Außerdem zeichnet sie mit dem medius-Preis Abschlussarbeiten aus, die sich mit Medienpädagogik, Medienforschung und Jugendschutz auseinandersetzen. Hierbei werden ganz unterschiedliche und vielfältige Themen prämiert. Der Preis wird zusammen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Deutschen Kinderhilfswerk ausgelobt.

Vielen Dank, wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen am 6. Juli!

Weitere Informationen

Bachelor-Studiengang "Digitale Medienkultur"

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.

Einladung zum 10. Dialogforum am 6. Juli - um Anmeldung wird gebeten

Kategorie: 
Dialogforum
Enthalten in

Region: Bundesweit, Brandenburg | Sparte: Interdisziplinär, Medien | Thema: Altersübergreifend, Aus- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung | Textsorte: Interview |